Sand-Fettfanghalle:

Eschweiler Sand Fettfanghalle

Leistungs- und Maschinendaten:

2 Stück Stufenrechen  Fa. Kuhn: Stababstand 6 mm

Antriebsleitung je Rechen: 2,2 kW

2 Stück Rechengutpresse Fa. Kuhn

Antriebsleistung je Presse: 7,5 kW

 

Austragseinrichtung Fa. Kuhn

 

Antriebsleistung Sandfangräumer: 4,0 kW

Antriebsleistung Sandfangpumpen: 3,0 kW

Antriebsleistung Sandklassierer: 1,5 kW

 

Funktionsbeschreibung:

Das Abwasser läuft über das Zulaufgerinne in die Sand-Fettfanghalle. Dort beginnt die 1. Reinigungsstufe, die so genannte mechanische Reinigung.

Über eine Rechenanlage werden alle groben Verunreinigungen, die größer als 6 mm sind, aus dem Abwasser entfernt.

In Eschweiler ist ein sogenannter Stufenrechen eingesetzt. Die Verunreinigungen werden Stufe für Stufe nach oben gefördert und fallen dann in eine Rechengutpresse. Dort wird aus dem Rechengut so viel Wasser wie möglich entfernt. Es gelangt dann als fast trockenes Rechengut über eine Austragseinrichtung, in einem Endlosschlauch verpackt, in die Containeranlage.

Der Schlauch dient der Hygiene und der Geruchsunterdrückung. Die Container werden mit einem Containerwagen aus der Halle gefahren, per LKW abgeholt und das Rechengut wird entsorgt.

Die nächste Reinigungseinheit, die das Abwasser durchläuft, ist der belüftete Sand-Fettfang. In diesem Becken werden Sand und Fettanteile aus dem Abwasser entfernt. In Eschweiler gibt es zwei dieser Becken, die parallel durchflossen werden, aber die gleiche Aufgabe haben.

Da die Sandpartikel schwerer als Wasser sind, sinken sie in eine auf dem Boden des Beckens ausgeformte Rinne. Von dort wird das Sandwassergemisch über Pumpen, die an einem Räumer, der die Becken auf- und abfährt, befestigt sind, aus dem Gerinne gezogen und einer Sandwäsche zuführt.

Der 1. Teil der Sandwäsche ist der Sedimentationsbehälter. Hier setzt sich der Sand ab und wird ab einer gewissen Höhe im Behälter durch eine Schnecke in den 2. Teil der Anlage, in den Sandwasch- und Separierbehälter gefördert.

In diesem Behälter werden Wasser und Luft eingedrückt, damit sich organische Feststoffe vom Sand lösen. Diese Organik wird wieder der Abwasserreinigung zugeführt und gelangt über die weitere Klärung des Abwassers in die Faulbehälter.

Die mineralischen Feststoffe, hier der Sand, setzen sich auf den Boden des Behälters ab und werden dann schrittweise über die Austragsschnecke in den bereitstehenden Sandcontainer gefördert.

Da die Austragsschnecke schräg angeordnet ist, läuft das verbliebene Wasser über den Ablauf des Behälters wieder in die Kläranlage zurück.

Durch den Taktbetrieb der Austragsschnecke ist somit eine statische Entwässerung des Sandes möglich.

Der Container wird mit einem Containerwagen aus der Halle gefahren, per LKW abgeholt und der Sand weiter verwertet.

Parallel zu den bereits beschriebenen Arbeitsschritten gibt es noch die Entfernung von auftreibenden Partikeln, hier hauptsächlich Fett aus Haushalten. Dies geschieht auf den links und rechts angeordneten Fettfangseiten des Beckens.

Damit das aufgefangene Fett nicht wieder in den Abwasserstrom zurückfliest, ist in der Mitte beider Becken in Längsrichtung eine Tauchwand eingesetzt. Diese Tauchwand reicht nur ca. 1 m in das Becken und ist unten offen. Da auf beiden Innenseiten der Becken Luft eingeblasen wird, entsteht durch den vorbeifließenden Abwasserstrom eine Drehbewegung des Wassers. Durch diese Drehbewegung werden die auftreibenden Partikel unter die Tauchwand gedrückt, treiben auf der Fettfanseite auf und verbleiben dort.

Bei Bedarf wird das Fett durch an der Räumerbrücke befestigte Räumschilde in die beidseitig angebrachten Pumpenschächte gedrückt und gelangt von dort aus in die Faulbehälter, wo sie die Gasproduktion unterstützt.

Das von Rechengut, Sand und Fetten gereinigte Abwasser fließt weiter in die Vorklärung.  

Ihr Kläranlagen Team