Zwischenpumpwerk:

Eschweiler Zwischenpumpwerk

Leistungs- und Maschinendaten:

 

2 Stück Schneckenpumpen Abwasser (blaue Abdeckung):

 
Fördermenge je 640 l/s (2304 m³/h)
Durchmesser 1250 mm (1,25 m)
Förderhöhe 4,05 m
Antriebsleistung FU geregelt 37 kW

2 Stück Schneckenpumpen Rücklaufschlamm (braune Abdeckung):                          

Fördermenge je 640 l/s (2304 m³/h)
Durchmesser 1250 mm (1,25 m)
Förderhöhe 4,05 m
Antriebsleistung FU geregelt 37 kW

Rücklaufschlammleitung:                               

DN 800 , mit IDM und Regelschieber

2 Stück Überschussschlammpumpen Fa. Seepex

Fördermenge 24 – 72 m³/h
Antriebsleistung 15 kW

2 Stück Zerkleinerer Fa. Seepex

Antriebsleistung 7,5 kW

 

Funktionsbeschreibung:

Das Zwischenpumpwerk erfüllt in einem Gebäude mehrere Funktionen.

Als erstes fördert es das Abwasser aus der Vorklärung über 2 Schnecken (blaue Abdeckung) in eine statische Verteilung und von dort in die einzelnen Belebungsbecken (siehe „Biologie“). Die Verteilung ist so aufgebaut, dass in das 1. Belebungsbecken ca. 55% der gesamten Abwassermenge gefördert werden. In das 2. Belebungsbecken gelangen ca. 30% und die restlichen 15% in das 3. Belebungsbecken. Das Abwasser wird jeweils in den Innenteil der Belebungsbecken geleitet.

Als Zweites wird der gesamte Rücklaufschlamm (siehe „Nachklärung“) aus der Nachklärung über eine 800er Rücklaufschlammleitung in das Rücklaufschlammpumpwerk geleitet und von dort aus über 2 Schnecken (braune Abdeckung) in den mittleren Bereich des 1. Belebungsbeckens gefördert.

Damit der Gehalt an Trockensubstanz des Schlammes (Erklärung im Bereich Belebung) in der Belebung nicht zu hoch wird, wird ein Teil des Rücklaufschlammes über Zerkleinerer und Exzenterschneckenpumpen im Keller des Zwischenpumpwerkes aus der Rücklaufschlammleitung abgezogen. Dieser Schlamm heißt jetzt Überschussschlamm und besteht aus überschüssigen Mikroorganismen, da diese sich bei der Abwasserreinigung in der Belebung vermehrt haben.

Der Überschussschlamm wird in eine Eindickzentrifuge gepumpt, dort eingedickt und dem Faulturm zugeführt.

An der rechten Seite des Zwischenpumpwerkes steht noch ein Behälter, der mit einer sogenannten C-Quelle gefüllt ist (C = Kohlenstoff). Es handelt sich um eine künstliche Kohlenstoffverbindung mit einem sehr hohen CSB-Gehalt*, in diesem Fall mit ca. 1.800.000 mg/l. Diese externe Kohlenstoffquelle wird nur in das 3. Belebungsbecken dosiert. Es dient als künstliche Nahrungsquelle für die Bakterien, falls die zugeführte Fracht aus dem Abwasser selbst nicht ausreicht.

Vom Zwischenpumpwerk aus gelangt das Abwasser in die Belebung.

*CSB bedeutet „Chemischer Sauerstoffbedarf“ und ist an sich ein Parameter, der die Summe aller Stoffe im Wasser bezeichnet, die theoretisch oxidieren und damit Sauerstoff verbrauchen könnten. Sie werden von den Mikroorganismen abgebaut, damit sie das Einleitgewässer nicht belasten.

Ihr Kläranlagen Team