Schlammentwässerung:

Eschweiler Schlammentwässerung

Leistungs- und Maschinendaten:

2 Stück Zentrifuge Fa. Flottweg

Durchsatz: bis max. 60 m³/h

Entwässerungsgrad: von 4,0% auf max. 32 %

Antriebsleistung Trommel:  FU geregelt 75,0 kW

Antriebsleistung Schnecke: FU geregelt 5,5 kW

Trommeldrehzahl: ca. 3.200 U/min           

                                                     

2 Stück Drehkolbenpumpen Beschickung Fa. Börger

Durchsatz: 15 – 40 m³/h

Antriebsleistung: FU geregelt 5,5 kW

2 Stück Unihaker Beschickung  Fa. Börger

 Durchsatz: 15 – 40 m³/h

 Antriebsleistung: FU geregelt 3,0 kW

1 Stück Austragseinrichtung:

1 Querförderer  3,0 kW

1 Schrägförderer 3,0 kW

1 Schwenkförderer 4,0 kW

 

Funktionsbeschreibung:

Der ausgefaulte, homogenisierte Schlamm des Nacheindickers wird zuerst durch die Unihaker (Zerkleinerer) zerkleinert und dann mittels Pumpen in die einzelnen Entwässerungszentrifugen gepumpt.

Auf dem Weg dorthin wird noch ein Polymer hinzugegeben. Dies bewirkt, dass der Schlamm eine Flocke bildet, die sich besser entwässern lässt. Je mehr Wasser sich von der Schlammflocke trennt, desto besser der Entwässerungsgrad.

Die Maschine, die dazu genutzt wird, ist die gleiche wie bei der Eindickung. Sie ist nur leicht modifiziert und es wird mit anderen Drehzahlen gearbeitet.

Auch hier wird die Zentrifuge Dekanter genannt und die Trommel hat eine zylindrisch-konische Form. Der ausgefaulte Schlamm wird ungefähr in die Mitte der Maschine gepumpt. Durch die hohe Umfangsgeschwindigkeit der Trommel legt sich der Schlamm an den zylindrischen Teil des Trommelmantels an.

Die Schnecke, die mit einer viel geringeren Differenzdrehzahl zur Trommel arbeitet, fördert die an der Trommel angesetzten Feststoffe in Richtung des konisch verengten Trommelendes. Diese werden dort ausgetragen und fallen in eine Austragseinrichtung.

Die sogenannte „geklärte Flüssigkeit“ fließt zum zylindrischen Trommelende und wird in einem extra dafür hergerichteten Trübwasserbecken aufgefangen.

Über die Trommeldrehzahl, die Differenzdrehzahl der Schnecke und die Zugabe von Polymer kann man den Eindickungsgrad einstellen.

Über die Austragseinrichtung gelangt der entwässerte Schlamm mit einem guten Gehalt an Trockensubstanz von 30% in die vor der Halle bereitgestellten Rollcontainer. Der Schlamm wird per LKW in das benachbarte Braunkohlekraftwerk Weisweiler transportiert und dort, wie die Braunkohle, zur Stromerzeugung genutzt.

Das Trübwasser aus dem Trübwasserbecken hat einen sehr hohen Ammonium-Stickstoffanteil (450 – 750 mg/l). Damit die Belebung mit dem Trübwasser nicht zu stark belastet wird, wird es in kleinen Mengen über 24 Stunden der Belebung direkt zugeführt.

Somit wird auch der Klärschlamm noch einer guten Nutzung zugeführt.

Ihr Kläranlagen Team